Aufgesogen · Frl. Traumfigur

My first 10k

 

„DA muss ich unbedingt mitmachen!“

In der Laufzeitschrift gelesen und flugs angemeldet. Urban Trail in Berlin.
10 Kilometer Sightseeing im Laufschritt. Cool. Cool. Cool!

Dass ich bis dahin maximal knapp achteinhalb Kilometer gelaufen bin, hat mir keine Sorge gemacht. Im Gegenteil. Mit drei Monaten Vorlaufzeit (hach, wie doppeldeutig) null Problemo. Dachte ich…

…bis mir eine verschleppte Nasennebenhöhlenentzündung im wahrsten Sinne des Wortes für furchtbar lange elf Wochen (!) die Laufschuhe auszog.

Der erste Lauf danach  (6 Kilometer) wie eine Befreiung. Einfach wunderbar. Lockerleicht. Bis zum großen 10k waren es nur noch zwei Wochen. Wird schon.

Doch dann plötzlich – und für mich noch unerklärlich – das absolute Formtief!
Statt wie gewohnt durchzulaufen mussten ständig Gehpausen eingelegt werden. Die Beine nicht lockerleicht, sondern stahlschwer. Statt die Distanz stückchenweise auf zehn Kilometer zu erhöhen, musste ich immer früher aufhören. Selbst die mittlerweile so lässige Fünf-Kilometer-Marke blieb zuletzt immer wieder unerreicht…

Das Einzige, was sich mit jedem Lauf steigerte (nein, es war kein Übertraining): Die Panik!

„Wie soll ich das nur schaffen?“, schoss es mir immer wieder durch den Kopf. Meine innere Stimme beruhigte mich mit „Das ist nur der Druck vorm festen Event“ und „Je schlechter die Generalprobe, desto besser die Premiere“.
Eine äußere Stimme dagegen (genannt Mama) riet mir beiläufig indirekt immer wieder, den Lauf einfach sausen zu lassen. Sollen die anderen ca. 2.999 Teilnehmer eben ohne mich starten.
Absagen? Aufgeben? Definitiv keine Option!
Ich werd das schon irgendwie schaffen – muss ja.

Und was soll ich sagen?
Die These mit der missglückten Generalprobe triffts punktgenau. Es war einfach groooßartig! Von Kilometer zu Kilometer Spaß gehabt, durchgelaufen (bis auf zweimal kurz Fotos gemacht und dreimal kurze Trinkpause im Gehen). Im Ziel angekommen, wurde ich erstmal mit einem mega Schwall an Glückshormonen belohnt und überschüttet…
Zum allerersten Mal ganze zehn Kilometer gelaufen – und das ohne wirkliche Gehpausen. In einer für ich mich absoluten Topzeit! (wenn auch noch nicht vergleichbar mit den allermeisten anderen Läufern). Auch nicht unerheblich für meine Euphorie: Ich war nicht nur deutlich schneller als erwartet, sondern bin mit 72:35 Minuten nicht als Letzte ins Ziel eingelaufen.
Meine Horrorvorstellung ist nach wie vor das Schlussrad, das gemächlich hinter mir her rollt und mir signalisiert, es wird nur noch einzig und allein auf mich gewartet, damit der Lauf endlich für beendet erklärt werden kann…

Zur Strecke lässt sich sagen: Absolut genial – herrlich!
Entlang der Havel, nette Begrüßung und Getränkeversorgung beim Kanu-Verein, durchs Haselhorster Stadion (Lieben Dank, dass ihr für uns euer Spiel verlegt habt!), durch die Zitadelle in Spandau, übers BMW-Werksgelände. Nicht zu vergessen auch die ersten Highlights: Den frühstückenden (oder auch nicht frühstückenden) Senioren im Katharinenhof zuwinken, während man durchs Erdgeschoss läuft. Ebenso ausgefallen der Parcours in der Paintballanlage. Und zum Schluss genauso erwähnenswert: die Spandauer Altstadt mit ihrer großzügigen Fußgängerzone. Ach ja, einen Abstecher durch den Biergarten des Hofbräuhhauses gabs ja auch noch…

Also, bitte liebe Veranstalter – nächstes Jahr sehr gerne wieder. Am liebsten auch in Hamburg 😉

 

 

 

 

 

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